Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit der Konzipierung von energieeffizienten und nachhaltigen Gebäuden mit hohem Komfort. Das sowohl in der frühen Entwurfsphase als auch in der konkreten Ausführung.

Meiner Erfahrung nach werden in der frühen Entwurfsphase die wesentlichen Grundlagen für ein später energieeffizientes und nachhaltiges Gebäude festgelegt. In einer späteren Phase sind Änderungen am Gebäudeentwurf nur noch schwierig umzusetzen. In der Entwurfsphase hingegen ist der Einsatz von komplexen Werkzeugen (z.B. dynamische Simulation von Gebäude und Anlagentechnik) oft nicht zielführend und/oder wirtschaftlich darstellbar, da ein ändernder Gebäudeentwurf die Regel ist und das eine umfangreiche Anpassung des Gebäudemodells erfordert. Zudem sind für diese Bewertung viele Eingangsparameter erforderlich, die in diesem Planungsstadium nicht bekannt sind. Das macht den Einsatz von einfachen Werkzeugen erforderlich, mit denen das energetische Verhalten - physikalisch möglichst korrekt - abgebildet und die wesentlichen Einflussgrößen auf das energetische Verhalten von Gebäuden identifiziert und bewertet werden können. Zudem ist die komplexe Simulation von Gebäude- und Anlagentechnik oft sperrig und zeitaufwändig und es erfordert eine sehr hohe Erfahrung das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen.

Neben diesen eher praktischen Aspekten ist die Nachvollziehbarkeit der Bewertung (Ursache <-> Wirkung) maßgebend, um ein gutes Verständnis für die komplexen physikalischen Zusammenhänge zu entwickeln. Erst dadurch kann eine sinnvolle Optimierung des Gebäudekonzepts und der darauf aufbauenden (oder auch resultierenden) Anlagentechnik erfolgen. Eine möglichst komplexe Simulation ersetzt nicht die Intuition und das Fachwissen die Ergebnisse auch kritisch hinterfragen zu können.

Somit ist mein Ziel: die energetische Optimierung von Gebäude und den möglichst sparsamen Einsatz technischer Anlagen für Studenten, Architekten, Haustechnikbüros, Bauherren und Interessierte zu vereinfachen und die wesentlichen Zusammenhänge transparent aufzuzeigen. Sämtliche Werkzeuge folgen dieser Philosophie:

• Leichter Zugang zur Energiebilanzierung
• Einfache Handhabung der Werkzeuge
• Reduzierung der Eingaben auf das Wesentliche - jedoch unter Berücksichtigung der Physik
• Energetische Bewertung von passiven Maßnahmen zur Begrenzung von Technikeinsatz (z.B. passive Nachtauskühlung)
• Verständliche Darstellung der wesentlichen Zusammenhänge

Ich habe dieses Projekt privat ins Leben gerufen und versuchte es immer weiter voranzutreiben, sodass möglichst viele energieeffiziente Gebäude entstehen können. Die Welt verändern … ein Gebäude nach dem anderen.