nZEB-CalC - Lernwerkzeug zur Bestimmung der Eigenstromnutzung in Wohngebäuden

Durch die wachsende Bedeutung von solarer Stromerzeugung am Gebäude ist es konsequent, die solaren Beiträge in der energetischen Bilanzierung für den Gebäudeenergieausweis zu berücksichtigen. In Deutschland ist dies bereits eingeführt. Dies betrifft insbesondere Gebäude mit dem Anspruch einer ausgeglichenen oder positiven Jahresenergiebilanz, also die sogenannten Null- und Plusenergiehäuser.

Will man den Eigenstromverbrauch bei der Bewertung der Gebäudeenergieeffizienz im Energiepass einbeziehen, kommt es darauf an, den Anteil des selbst genutzten Stroms von demjenigen getrennt zu betrachten, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Diese Trennung weist auf der Basis einer üblicherweise monatlichen Energiebilanzierung in normativen Verfahren einige Schwierigkeiten auf. Auch in Deutschland sind daher die diesbezüglichen Verfahren in der Diskussion und müssen im Kontext der Einführung des „Niedrigstenergiehausstandards“ bis 2019 weiterentwickelt werden.

In diesem Beitrag werden die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Ansätze diskutiert und ein geeignetes Näherungsverfahren vorgestellt. Dazu wurde auch ein Excel-Werkzeug nZEB-Calc entwickelt, mit dem der Energiefluss einer PV-Anlage für Wohngebäude abgeschätzt und visualisiert werden kann.

Programmmerkmale

Eingangsdaten für die Photovoltaikanlage sind die Neigung und Orientierung einer PV-Anlage sowie der Modultyp. Dazu wird das Wärmeschutzniveau des Gebäudes gemäß der Luxemburger Klassifizierung einbezogen um den Heizwärmebedarf zu bestimmen (A entspricht in etwa dem Wärmeschutzniveau eines Passivhauses in Deutschland und ist in Luxemburg ab 2017 der obligatorische Baustandard). In nZEBCalc wird eine detaillierte monatliche Heizwärmebilanz für den gewählten Wärmeschutzstandard durchgeführt, wodurch im Fall der Nutzung einer Wärmepumpe der monatliche Strombedarf der Wärmepumpe bestimmt wird. Darüber hinaus werden der Strombedarf einer Lüftungsanlage (für die Wärmeschutzklasse A und B) sowie der Hilfsenergiebedarf für Verteilung, Speicherung und Übergabe bestimmt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit den allgemeinen Hausstromverbrauch einzubeziehen.

Anwendung
Über einfache Schieberegler kann die Größe der PV-Anlage, die Stromspeichergröße, die Wohnfläche und der Hausstromverbrauch modifiziert werden. In Abhängigkeit davon erfolgt die Bilanzierung und Anrechnung des PV-Stroms. Die beiden Kreisdiagramm zeigen die Strombilanz einmal von Gebäudeseite (also wie hoch der Anteil des PV-Stroms am Gebäudestrombedarf ist) und einmal aus der Sicht der PV-Anlage (also wieviel Strom selbst genutzt wird und wieviel in das öffentliche Netz eingespeist wird).

Bei Interesse kontaktieren Sie mich einfach und ich werde Ihnen die Arbeitsmappe gerne zukommen lassen.

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